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Branchen-Insights | Lesedauer: ca. 3 Min.
26.06.2019

Hydraulischer Abgleich und weitere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung.

Hoher Verbrauch, ungleichmäßige Wärmeverteilung, störende Geräusche: So unterschiedlich die Anlässe für eine Heizungsoptimierung sind, so verschieden sind auch die Maßnahmen, die sie umfasst. Besonders empfehlenswert ist der hydraulische Abgleich, bei dem das gesamte Heizsystem analysiert und angepasst wird – ein Verfahren mit klaren Vorteilen.

Heizkörper als Symbol für den hydraulischen Abgleich.

Hydraulischer Abgleich: Energie sparen, Wärmeverteilung optimieren.

Wozu dient ein hydraulischer Abgleich?

Er dient der gleichmäßigen Verteilung der Wärme in einem Gebäude. Das kommt insbesondere den Heizungskörpern und Räumen zugute, die weit vom Heizkessel entfernt liegen. Durch den Abgleich lassen sich bis zu 10 Prozent Energie einsparen und ein optimaler Wohn- und Arbeitskomfort erreichen.

Wer führt den hydraulischen Abgleich durch?

Lediglich Fachhandwerker – also Heizungsbauerbetriebe – führen einen hydraulischen Abgleich durch.

Wie funktioniert der hydraulische Abgleich?

Schematische Darstellung der Heizwärmeverteilung in einem Gebäude vor und nach hydraulischem Abgleich.Der hydraulische Abgleich sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Heizwärme über alle Etagen.Der Fachmann berechnet zunächst die Heizlast für die einzelnen beheizten Räume. Grundlagen der Berechnung nach DIN EN 12831 sind die

  • Wärmeleistung der einzelnen Heizkörper,
  • die Größe der Räume,
  • der Luftaustausch durch Türen und Lüftung sowie
  • der Wärmeverlust durch Wände und Fenster.

Die ermittelten Werte stellt der Fachmann an jedem Heizkörper ein. Voraussetzung ist der Einbau von voreinstellbaren Thermostatventilen. Eine besonders smarte Lösung zur Steuerung entdecken Sie in unserem Blogartikel Smartes Thermostat steuert (fast) jede Heizung.

Heizungsoptimierung: weitere Empfehlungen.

Einstellung der Heizungsanlage

Die Vorlauftemperatur des Warmwassers sollte an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Verfügt die Heizungsanlage über eine Zeitsteuerung, sollte diese ebenfalls bedarfsgerecht eingestellt sein. Ein automatisch zugeschalteter Sparmodus bei modernen Anlagen ist nicht nur praktisch: Er kann zum Beispiel erst abends aktiv werden und damit die Leistung der Heizung senken, wenn die Wärme nicht gebraucht wird.

Werden die einzelnen Bauteile des Heizungssystems regelmäßig durch einen Experten abgestimmt, kann das zu mehr Leistungsfähigkeit und weiteren Einsparungen führen. Dabei werden diverse Schwachstellen der Anlage ausfindig gemacht und direkt behoben.

Austausch veralteter Pumpen

Ist absehbar, dass der hydraulische Abgleich die Leistung eines älteren bestehenden Heizsystems nur geringfügig verbessern könnte? Dann lohnt sich der Austausch der Heizungspumpe, um deren Stromverbrauch zu senken – eine moderne Pumpe kann einem veralteten Modell gegenüber bis zu 80 Prozent Strom einsparen.

Gefördert zur Heizungsoptimierung.

Die meisten der beschriebenen Maßnahmen gehen mit hohen Kosten einher – zusätzliche Investitionen, die für viele Interessierte hohe Hürden darstellen. Doch gibt es eine Vielzahl an Förderungen, die den Eigenanteil an der Heizungsoptimierung deutlich senken. So werden sowohl der hydraulische Abgleich als auch der Einbau von modernen, hocheffizienten Pumpen zur Heizungsoptimierung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert sogar mehr als nur diese beiden Optionen, wenn die Heizung mindestens zwei Jahre alt ist. Sämtliche förderfähigen Maßnahmen ihres umfangreichen Förderprogramms hat die KfW in diesem Infoblatt (PDF) zusammengefasst.

Effiziente Heizung – vor allem eine Frage des Energieträgers.

Die engagiertesten Maßnahmen zur Verbesserung der Heizeffizienz und zum Energiesparen nützen nichts ohne eine wirtschaftliche Energieversorgung. Während Erdgas aus dem öffentlichen Versorgungsnetz oft die nächstliegende Lösung ist, kann Flüssiggas – das dezentral nach Bedarf geliefert wird – überzeugende Vorteile bieten: Unabhängigkeit von den üblichen Versorgungswegen, geringe CO2-Emissionen und Vereinbarkeit sogar mit künftigen Vorgaben zur energieeffizienten Energieversorgung von Gebäuden – zum Beispiel dem kommenden GebäudeEnergieGesetz. Auf Wunsch beraten wir Sie gerne zu Flüssiggas für Ihre Projekte.

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