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Flüssiggas-News | Lesedauer: ca. 3 Min.
18.10.2018

Zukunftsweisend: erste LNG-Tankstelle eröffnet in Hamburg.

Fast 20 % der energiebezogenen CO2-Emissionen entfallen heute auf den Transportsektor. Vor allem Dieselfahrzeuge stehen in der Kritik, da der Güterverkehr stetig zunimmt und viele LKW den Abgasnormen nicht gerecht werden. In Hamburg eröffnete nun die erste LNG-Tankstelle Deutschlands, denn das Potenzial dieses neuen Kraftstoffs ist hoch.

Separater Tankstutzen zum Befüllen des LNG-Tanks.

„Dicke Luft“ erfordert neue Mobilitätskonzepte. 

In Zeiten von Fahrverboten und Umweltzonen sind nachhaltige Lösungsansätze gefragter denn je: E-Mobilität, Hybrid-Technik, Brennstoffzelle und Co. erfreuen sich steigender Beliebtheit. Für den flächendeckenden Einsatz im internationalen Güterverkehr sind diese Alternativen jedoch bisher kaum praktikabel. Vor allem der Schwerlastverkehr ist weiterhin auf leistungsfähige Verbrennungsmotoren mit großer Reichweite angewiesen. Aus Kostengründen ist Diesel hier aktuell noch die erste Wahl.

Qualmender Auspuff eines Lastkraftwagens.Um Grenzwerte zu unterschreiten, tendieren derzeit viele Städte zu Fahrverboten.Wenn es nach den Initiatoren des Pilotprojektes in Hamburg geht, könnte LNG (Liquefied Natural Gas) schon in einigen Jahren Diesel als Kraftstoff im Transportsektor ablösen. Im Rahmen des EU-Förderprogramms „Connecting Europe Facility“ soll das Versorgungsnetz nach und nach ausgebaut werden, um die bestehenden Markteintrittsbarrieren für Kunden aus der Logistikbranche zu senken und LNG als umweltschonenden Kraftstoff für Güterverkehr zu etablieren. 


Geringe Emissionen bei maximaler Leistung.

Europaweit fahren erst knapp 5.000 schwere Lastwagen mit LNG. Im Vergleich zu den USA oder zu Teilen Asiens ein verschwindend geringer Anteil, denn dort setzt man bereits verstärkt auf diese emissionsarme Antriebsenergie. Warum das verflüssigte Erdgas dem Diesel künftig ernsthaft Konkurrenz machen könnte, zeigt die Umweltbilanz. 

Das tiefkalte, verflüssigte Erdgas LNG steht klassischem Kraftstoff in nichts nach und ist der derzeit schadstoffärmste fossile Brennstoff: Der Kohlendioxid-Ausstoß ist wesentlich geringer als bei einem vergleichbaren dieselbetriebenen Fahrzeug. Zudem entsteht bei der Verbrennung praktisch kein Feinstaub. Fahrzeuge, die mit LNG fahren, sind je nach Motor deutlich leiser und – der Kraftstoffpreis ist vergleichsweise niedrig. 

Verflüssigtes Erdgas als Kraftstoff für Ozeanriesen.

Modernes Kreuzfahrtschiff auf dem offenen Meer.Kreuzfahrtschiffe könnten mit LNG ihre Klimabilanz signifikant verbessern.

Nicht nur für die Automobilindustrie ist LNG eine gangbare Alternative. Im Oktober 2018 verließ die AIDAnova, das erste LNG-betriebene Kreuzfahrtschiff der Welt, das Dock der Papenburger MEYER WERFT. Durch den LNG-Antrieb wird der Stickoxid- und Kohlendioxidanteil in den Abgasen des Schiffes deutlich verringert. Der Ausstoß von Schwefeloxiden und Rußpartikeln wird ganz vermieden. Im Vergleich zum vorrangigen Treibstoff der Schifffahrt, dem Schweröl, fallen auf der AIDAnova rund 70 Prozent weniger Stickoxide an. 

Aber: ganz ohne Diesel geht es dann doch nicht. Der Kraftstoff ist als Reserve dabei, um zum einen sicher in den nächsten Hafen zu kommen, falls das LNG-System ausfällt. Zum anderen, um die Motoren anzuwerfen. Für diesen kurzen Moment braucht die AIDAnova noch immer den Diesel. Für die restlichen 99,9 Prozent der Fahrt kann dann auf LNG umgeschaltet werden.

Wärme- und Prozess-Energie für energieintensive Anwendungen.

Grüner Wachstumspfeil aus grünen Blättern.

Die Energieversorgung mittels LNG birgt signifikante Vorteile für Betriebe, die mit einem sehr hohen Energieaufwand arbeiten. Mit der Umstellung auf eine Liquefied-Natural-Gas-Anlage können im Vergleich zu Heizöl bis zu 15 % der Energiekosten eingespart werden. Hinzu kommt die positive Umweltbilanz. Liquefied Natural Gas ist ebenfalls ideal für Unternehmen, die netzunabhängige Lösungen benötigen oder deren Bedarf die Lieferleistung des üblichen Gasnetzes übersteigt. Weiterhin rentiert sich der Umstieg auf LNG für solche Betriebe, die einen Energiebedarf von mehr als 3.500.000 kWh pro Jahr mit anderen Brennstoffen wie Heizöl oder Flüssiggas abdecken. Weitere Infos und Tipps dazu finden Sie auf unserer LNG-Landingpage.

Ob sich diese Art der Energieversorgung auch für Ihre Kunden rechnet, erfahren Sie in einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungsgespräch mit einem unserer PRIMAGAS LNG-Experten oder in unserem LNG-Check.

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