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Branchen-Insights | Lesedauer: ca. 3 Min.
10.07.2018

Architektur in Hamburg: Ein Amt zieht um.

(Rolf Mauer) Der Bezirk Hamburg-Mitte ist einer von sieben Hamburger Bezirken. Mehr als 1.000 Mitarbeiter mussten Anfang Juni 2018 umziehen, ihre Büros räumen, etliche Kilometer Akten verpacken und vom Klosterwall an die Caffamacherreihe in das ehemalige Axel-Springer-Verlagshaus transportieren.

Neues Bezirksamt Hamburg-Mitte im ehemaligen Axel-Springer-Verlagshaus.

Für diesen Kraftakt wurde das Amt für eine Woche geschlossen und öffnete anschließend an neuer Stelle am 4. Juni 2018 seine Türen. Mit dem Umzug endet eine 60 Jahre andauernde Übergangslösung. Eigentlich sollten bereits 1957 alle Dienststellen an einem Ort versammelt sein, aber erst in diesem Jahr sind alle Fachämter des Bezirks unter einem Dach vereint.

Umfangreiche Sanierung notwendig.

Für die neue Nutzung als Amtsgebäude musste das Axel-Springer-Verlagshaus umfangreich saniert und umstrukturiert werden. Das Architektur- und Ingenieurbüro pbr aus Hamburg erbrachte für die Sanierung und Umstrukturierung der Büroflächen die Architekturplanung. Bauherrin ist die Freie und Hansestadt Hamburg.

Anmeldebereich des Kundenzentrums im neuen Bezirksamt Hamburg-Mitte.Das Kundenzentrum ist nach der Sanierung ein heller und moderner Raum.Der Gebäudekomplex mit seinen 13 Stockwerken wird durch vier Innenhöfe gegliedert, die einen hohen Tageslichtanteil im Innenraum gewährleisten. Der Bauteil C des Gebäudes bietet rund 55.000 Quadratmeter Mietfläche, von denen 11.000 Quadratmeter durch Bestandsmieter genutzt werden. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte selbst belegt etwa 30.000 Quadratmeter.

Zentraler Eingangs- und Verteilerbereich für die Haupterschließungskerne des Gebäudes ist die „Stella-Halle“. Ihren Namen verdankt die Halle dem US-amerikanischen Maler, Bildhauer und Objektkünstler Frank Stella, der 1996 vier je 35 Quadratmeter große Gemälde hier installiert hat. Die Bilder wurden erhalten und stellen nun einen Blickfang beim Betreten des Gebäudes dar. Hier befindet sich der Empfangsbereich mit Servicetresen für Besucher und Mitarbeiter des Bezirksamts.

Lamellenförmige Raumtrenner im neuen Bezirksamt Hamburg-Mitte.Die Lamellen sind Raumtrenner und auch akustisch wirksam.Herzstück des Bezirksamts ist das Kundenzentrum der Stadt im Erdgeschoss. Hier stehen die Dienstleistungen für Bürger im Vordergrund. An einem u-förmigen Tresen, der entlang des Innenhofs organisiert ist, stehen zahlreiche Serviceplätze zur Verfügung, um zum Beispiel Personalausweise oder Reisepässe zu beantragen. 

Um auch für einen großen Besucherandrang gewappnet zu sein, wurde der angrenzende Wartebereich mit geschwungenen Sitzgelegenheiten und runden Tischen durch Akustik-Lamellen aus Holz abgetrennt. Einen weiteren Blickfang stellt im Kundenzentrum die 30 Meter lange Akustikwand mit hanseatischem Motiv dar. Die angrenzenden verglasten Besprechungsräume ermöglichen eine individuelle Beratungssituation. 

Über den Dächern der Architekturstadt Hamburg.

Der lichtdurchflutete Trausaal des neuen Bezirksamts Hamburg-Mitte.Der lichtdurchflutete Saal des Standesamtes im neunten Obergeschoss bietet eine tolle Aussicht über die Stadt.In den Obergeschossen sind neben Doppel- und Gruppenbüros auch Einzelbüros für alle bezirklichen Abteilungen eingerichtet. Die obersten Etagen wurden für die Bezirksversammlung, die Behördenleitung und das Standesamt umgestaltet. Im Standesamt im neunten Obergeschoss bietet der lichtdurchflutete Saal nicht nur eine schöne Aussicht über die Stadt, Besucher finden hier auch eine Galerie und eine Dachterrasse. Letztere bietet bei geeigneten Temperaturen und schönem Wetter einen angemessenen Rahmen, um Gäste zu empfangen. Auf der Galerie finden selbst große Hochzeitsgesellschaften ausreichend Platz, um den Zeremonien zu folgen.

Alle Bilder auf dieser Seite: © Ulrich Hoppe

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